Kurze Wege, leichte Wege

Das Wasser in einer Heizungsanlage versucht sich immer mit dem geringst möglichen Aufwand zu bewegen. Wenn es einen leichten Weg findet, so nutzt es diesen auch.

Ein Heizkörper im Erdgeschoß ist ihm immer lieber als einer zwei Etagen höher. Wie können wir es aber zwingen auch den Heizkörper im Dachgeschoß ausreichend Menge zu versorgen?

Eine große Pumpe wäre die eine Lösung. Doch das führt dann dazu, dass die unteren Heizkörper mit einem vielfachen der nötigen Wassermenge versorgt werden ohne eine spürbar größere Wärmemenge abzugeben. Die Ventile rauschen, können die Raumtemperatur nicht richtig ausregeln und die Effizienz der Anlage ist sehr gering.

Folgen fehlerhafter Regulierung der Heizungsanlage

Die Auswirkungen einer nicht richtig einregulierten Heizungsanlage sind nicht nur die unterschiedliche Erwärmung der Räume und eine schlechte Ausregelung der Raumtemperatur.

Es muss auch eine wesendlich größere Wassermenge bewegt werden. Wichtig ist hier zu wissen, dass die Verdopplung der Wassermenge eine Vervierfachung des Pumpenstromverbrauchs mit sich bringt.

Beispielrechnung:

Heiztage pro Jahr: 250
Laufzeit der Heizungspumpe: 24 h
Leistung einer Standardpumpe: 60 Watt

250d x 24h x 60W = 360.000w/h = 360kw/h

Wenn wir mit einer Einregulierung die Wassermenge halbieren können, so könnte der Stromverbrauch bei 80kw/h liegen.

360kwh - 80kwh = 240kwh x 0,24€ (Strompreis) = 57,60 € werden eingespart!

In der Praxis ist die Umlaufwassermenge der deutschen Heizungsanlagen dreimal so groß wie es eigentlich nötig wäre um die Gebäude zu beheizen (Optimus Studie).

Die Verdopplung der eigentlich notwendigen Wasserumlaufmenge eines Heizkörpers bringt nur 3% mehr Heizleistung aber 300% höhere Stromkosten der Heizungspumpe!

Hydraulischer Abgleich

Nur ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass nur genau die Wassermenge durch den Heizkörper, fließt die er zur Erwärmung des Raumes benötigt.

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